Gemüsecurry mit Jasminreis und Gurkensalat

Gemüsecurry mit Gurkensalat

Gemüsereste exotisch aufgepeppt

Curry ist immer eine wunderbare Möglichkeit, übriges Gemüse aufzubrauchen. Und falls Sie es nicht gleich essen, so können Sie es auch prima für den Vorrat einfrieren. Ich habe drei Frühlingszwiebeln, zwei kleine Zucchini, eine Möhre, eine gelbe Paprikaschote und eine Handvoll Zuckerschoten übrig. Sie könnten auch Fenchel, Pakchoi, Mangold, Pilze, Auberginen oder vieles mehr verwenden. Das Gemüse also putzen, waschen bzw. schälen und in mundgerechte Stücke oder Streifen schneiden. Das Grün der Frühlingszwiebeln lege ich beiseite, das werde ich kurz vor dem Servieren fein schneiden und über das fertige Curry streuen.

Als erfrischende Belage serviere ich gerne einen klassischen deutschen Gurkensalat zu Thai-Currys. Klingt schräg, passt aber super dazu! Dafür schäle ich die Salatgurke, hoble sie in Scheiben und mische sie in einer Schüssel mit dem Salz, damit sie Wasser zieht.

Als Beilage benötigen Sie noch Jasmin- oder Basmatireis: Losen Reis geben Sie in ein feines Sieb und überbrausen ihn so lange mit Wasser, bis das ablaufende Wasser klar ist. Dann geben Sie ihn mit 400 ml Wasser in einen Topf, rühren einmal um und lassen den Reis aufkochen. Nun zudecken und bei schwächster Hitze 10 Minuten garen und anschließend bei abgeschaltetem Herd weitere 5 Minuten ausquellen lassen. So wird der Reis schön körnig und hat noch ein klein wenig Biss. Wer es sich leichter machen will, nimmt Basmati-Reis im Kochbeutel und bereitet ihn nach Packungsangabe zu. Reis zu Thai-Currys wird übrigens ohne Salz gegart, das Curry bringt ausreichend Aroma mit.

Schnelle Zubereitung

Nachdem das Gemüse geschnitten und alle übrigen Zutaten bereit gestellt sind, machen Sie sich an die Zubereitung des Currys: In der Kokosmilchdose setzt sich oben die Kokossahne ab, die man zum Anbraten nutzen kann. Die Dose also vor dem Öffnen nicht schütteln! 3 EL Kokossahne in einem Wok oder einer Pfanne erhitzen. Die Currypaste einrühren und ca. 2 Minuten bei mittlerer Hitze anrösten. Dadurch entfalten sich die Aromen optimal.

Ich verwende gelbe Thai-Currypaste, das ist die mildeste Sorte. Die rote Currypaste hat einen mittleren Schärfegrad, die grüne wird aus den besonders scharfen, kleinen grünen Thai-Chilis hergestellt.

Gießen Sie dann ein wenig von der Kokosmilch an und rühren sie sorgfältig unter. Schließlich geben Sie den gesamten Rest aus der Kokosmilchdose, die Limettenblätter, die Fischsauce und den Palmzucker dazu und lassen alles ca. 2 Minuten kochen. Limettenblätter bekommt man kaum frisch, aber tiefgefroren im Asienladen. Ich habe immer welche im Tiefkühlfach, sie halten gut 6 Monate. Sie verleihen dem Curry eine wunderbare Zitrusfrische und sind - wie auch die Fischsauce - recht wichtig für den echten Thai-Geschmack. Zur Not können Sie die Limettenblätter aber durch Zitronenabrieb und die Fischsauce durch helle Sojasauce ersetzen. Palmzucker oder Kokosblütenzucker rundet das Curry mit seinem zarten Karamellgeschmack angenehm ab. Falls Sie keinen zur Hand haben, nehmen Sie braunen Zucker.

Nun kommt das Gemüse in die Currysauce. Lassen Sie es 5-6 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln und rühren gelegentlich um.

Letzte Handgriffe

Die Gurken mit den Händen gut ausdrücken und das Salzwasser wegschütten. Die Gurkenscheiben mit Pfeffer, Essig und Öl anmachen.

Die Limette halbieren, eine Hälfte in Spalten schneiden. Die andere Hälfte zum Curry pressen.

Ich schneide eine große rote Chilischote auf (es ginge auch eine gelbe oder grüne), entferne die Samen, schneide die Hälften in feine Streifen und mische sie unter das Curry. Das gibt zusätzliche Schärfe. Wer da empfindlich ist, lässt sie natürlich weg,

Falls Sie Koriandergrün haben, dann waschen Sie es, schütteln es trocken, entfernen die Stiele und hacken die Blätter grob durch. Ich verwende stattdessen mein Frühlingszwiebelgrün, das ich jetzt fein schneide.

Zum Servieren verteilen Sie den Reis in Schalen oder tiefe Teller, richten das Gemüsecurry darauf an und streuen das Koriandergrün (oder Frühlingszwiebelgrün) auf. Die Limettenspalten zum Beträufeln und den Gurkensalat reichen Sie separat dazu. Guten Appetit!

Rezept für den Rest vom Rest: Reissalat

Übriger Reis hält im Kühlschrank 2-3 Tage. Einfrieren lässt er sich nicht so gut, da wird er leicht matschig. Da machen Sie besser einen leckeren Reissalat daraus. In einem verschließbaren Glas können Sie ihn zum Beispiel zur Arbeit oder zum Picknick mitnehmen:

Für ca. 150 g gekochten Reis 2 EL Zitronensaft mit je einer kräftigen Prise Salz und Pfeffer und 2 EL Öl verquirlen. Ich habe eine Tomate, die ich wasche, halbiere, die Samen entferne und die Hälften klein würfle, dazu 2 Frühlingszwiebeln, die ich putze, wasche und fein schneide und zum Dressing gebe. Den kalten Reis und eine kleine Handvoll schwarze Oliven unterheben, fertig. Sie könnten auch klein gewürfelte getrocknete Tomaten und klein gezupfte Basilikumblätter hinzufügen. Oder in Streifen geschnittenen gekochten Schinken, Salatgurken- und Paprikawürfelchen. Sehen Sie nach, was Sie haben und was passen könnte und probieren Sie es einfach aus!

Welche Lebensmittelreste werden gerettet?

Rezept

3 Personen 30 Minuten Minuten Anfänger Druckvorlage

Für das Gemüsecurry

  • ca. 750 g gemischte Gemüsereste (Möhren, Paprikaschoten, Zucchini, Zuckerschoten, Frühlingszwiebeln)
  • 1 Dose Kokosmilch
  • 1-2 EL gelbe Thai-Currypaste
  • 6 Kaffirlimettenblätter
  • 4 EL Fischsauce
  • 1 TL Palmzucker
  • 1 Limette
  • 1 große rote Chilischote (nach Belieben)
  • Koriandergrün (nach Belieben)

Für den Gurkensalat

  • 1 große Salatgurke
  • 1/2 TL Salz
  • Pfeffer
  • 2 EL Weißweinessig
  • 2 EL Rapskernöl

Außerdem

  • ca. 200 g Jasmin- oder Basmatireis
  1. Das Gemüse putzen, waschen bzw. schälen und in mundgerechte Stücke oder Streifen schneiden.
  2. Für den Salat die Gurke schälen, in Scheiben hobeln, in einer Schüssel mit dem Salz mischen und Wasser ziehen lassen.
  3. Den Reis in ein feines Sieb geben und mit Wasser überbrausen, bis das ablaufende Wasser klar ist. Mit 400 ml Wasser in einen Topf geben, aufkochen und 10 Minuten bei schwacher Hitze zugedeckt garen. Anschließend bei abgeschaltetem Herd weitere 5 Minuten ausquellen lassen.
  4. In der Kokosmilchdose setzt sich oben die Kokossahne ab, die man zum Anbraten nutzen kann. Die Dose also vor dem Öffnen nicht schütteln! 3 EL Kokossahne in einem Wok oder einer Pfanne erhitzen. Die Currypaste einrühren und ca. 2 Minuten bei mittlerer Hitze anrösten.
  5. Die übrige Kokosmilch angießen und aufkochen lassen. Die Limettenblätter, die Fischsauce und den Palmzucker hinzufügen und alles 2 Minuten kochen lassen.
  6. Das Gemüse hinzufügen und 5-6 Minuten bei mittlerer Hitze garen, gelegentlich umrühren.
  7. Die Gurken mit den Händen gut ausdrücken und das Salzwasser wegschütten. Die Gurkenscheiben mit Pfeffer, Essig und Öl anmachen.
  8. Die Limette halbieren, eine Hälfte in Spalten schneiden. Die andere Hälfte zum Curry pressen.
  9. Falls verwendet die Chilischote längs aufschneiden, die Samen entfernen, die Hälften waschen und klein schneiden. Das Koriandergrün waschen, trocken schütteln, die Stiele entfernen und die Blätter grob hacken. Beides vor dem Servieren unter das Curry rühren.
  10. Den Reis in Schalen oder tiefe Teller geben und das Curry darauf anrichten. Den Gurkensalat dazu servieren. Guten Appetit!

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